Die ersten Versuche, sich der Problematik auf konventionelle Art zu nähern, schlugen fehl. Bewegliche Puppen, die den Menschen in Lebensgröße am Teichrand nachahmen sollten, um die Kormorane zu verscheuchen, waren zu aufwändig und auf Dauer zu empfindlich, um bei jedem Wetter sicher zu funktionieren.

Doch Alain Riby gab nicht auf. Nach zweijähriger Entwicklungsarbeit, in der nach und nach die verschiedensten visuellen und akustischen Vergrämungsmethoden erprobt und wieder verworfen wurden, versicherte er sich schließlich der Mitarbeit der notwendigen Expertise, eines Ingenieurs aus der französischen Hochtechnologie, Herrn Jean-Claude CALLIAS, sowie der Ozeanographen und Ethologen (Tierpsychologen) des Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), einer Organisation des französischen Forschungsministeriums. In dieser Kombination wurde die entscheidende Idee geboren, welche die wirkliche Lösung des Problems brachte:

Die Vergrämung durch Unterwasser-Geräusche.

Speziell in der Zusammenarbeit mit Ozeanographen und Ethologen hat man herausgefunden, dass die angeborene Fluchtreaktion des Kormorans gegenüber seinem größten natürlichen Feind, dem Orca oder Schwertwal, über Generationen in ihrem Instinkt erhalten bleibt, auch wenn diese den Wal nie im Leben kennen gelernt hatten.

So entwickelten die Tüftler um Alain Riby ein Gerät, das die akustischen Jagdsignale des Orca unter Wasser simuliert, und die Ergebnisse sind spektakulär:

Der Kormoran taucht nach seiner gewohnten Jagdmethode, hört die Orca-Signale und verlässt fluchtartig das Wasser. Nach mehreren erneuten Versuchen, die alle gleichermaßen fluchtartig abgebrochen werden, merkt er sich dieses Gewässer als "Orca-verseucht". Und der Kormoran kommt nicht wieder, sondern sucht sich seine Nahrung anderswo.
Die für die Unterwasserwelt natürlichen Geräusche haben keinerlei Effekt auf die Fische. Und auch Enten und andere Schwimmvögel fühlen sich von den Signalen, die ihnen offensichtlich nicht als "feindlich" bekannt sind, in keiner Weise belästigt.

Dieses Ergebnis wurde im Feldversuch an mehreren Fischzuchtanlagen durch Ethologen wissenschaftlich geprüft, bevor das Verfahren zum europäischen Patent angemeldet und die Serienproduktion des Geräts unter der Bezeichnung CORMOSHOP® aufgenommen wurde. Inzwischen sind in Frankreich und Belgien einige –zig Anlagen mit großem Erfolg installiert. Der Vertrieb in Deutschland und Luxemburg wird im Sommer 2007 aufgenommen, um für die "Hochsaison" des Fischräubers im Winter gerüstet zu sein.

 

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