Deutschland und weite Teile Europas werden seit etwa 15 Jahren von einer Plage heimgesucht, deren wirtschaftlicher Schaden von Jahr zu Jahr zunimmt.
Die Invasion der Kormorane.
Der Kormoran, ursprünglich am Meer beheimatet, war in Europa nahezu ausgerottet, bis er unter wirksamen Schutz gestellt wurde und seine Bestände sich wieder erholten. Inzwischen hat er sich nach und nach auch das Inland erobert, zunächst in Nordeuropa, und ist von dort auch in den Süden vorgedrungen. Zunächst war er gewissermaßen nur auf der Durchreise, aber in Anbetracht der vorgefundenen Nahrungsquellen hat er sich immer häufiger auch auf Dauer niedergelassen.
Dieser geschickte Räuber, der sich von Fischen jeder Art ernährt, verursacht sehr große Schäden in allen Gewässern, in Flüssen, Angelteichen und Fischzuchtanlagen.
Seine große Anpassungsfähigkeit und die Tatsache, dass der Kormoran weiterhin durch nationale und EU-Vogelschutzrichtlinien (z.B. 79/409/EWG) geschützt wird, führten zu folgender Situation:
Bestände des Kormorans:
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rund 600 000 Brutvogelpaare oder eine Gesamtzahl von etwa 2 Millionen Vögeln in Westeuropa
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45 516 Brutpaare in Deutschland wurden von der Bundesregierung für das Jahr 2005 angegeben. Unter Berücksichtigung des noch nicht geschlechtsreifen Nachwuchses resultiert hieraus ein Gesamtbestand von mindestens 114 000 bis 136 000 Vögeln. Hinzu kommen, abhängig von der Witterung in Nordeuropa, jährlich zehntausende von Durchzüglern.
Schäden an den Fischbeständen:
Ein Kormoran verzehrt im Durchschnitt etwa 500 g Fisch pro Tag, was zu einem durch die Gesamtpopulation in Deutschland verursachten jährlichen Gesamtverlust an Fischen von mehr als 20 000 t führt. Diese Menge entspricht den jährlichen Fangerträgen der Berufs- und Angelfischerei in den natürlichen Binnengewässern der Bundesrepublik Deutschland, die sich im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2005
auf 19 800 t beliefen. (Quelle: Deutscher Bundestag, Drucksache 16/3098 vom 25.10.2006)
Betroffene Wirtschaftszweige und Konsequenzen:
drastischer Rückgang der Rentabilität, z.B.
Rückgang des Fangergebnisses von rd. 5 kg Äschen/ha
auf 0,2 kg Äschen/ha innerhalb von 2 Jahren!
Verminderte Einnahmen für Lizenzen und
Berechtigungsscheine
Verminderter Umsatz im Handel mit Ausrüstungen
Verzicht auf bevorzugte Freizeitbeschäftigung, Rückgang
der Mitgliederzahlen, brachliegende Teichanlagen - Fischzuchtbetriebe und
- Berufsfischerei
- Gemeinden und andere Lizenzgeber
- Angelsport Ausrüster
- Angelsportvereine
Versuche der Schadensbegrenzung
Die verschiedensten Bemühungen zur Schadensbegrenzung in Deutschland, wie auch in anderen Ländern reichten bisher von der Vergrämung durch Geräusche und visuelle Attrappen, über Sperrmaßnahmen in der Anflugzone über den Wasserflächen bis hin zur kontrollierten Freigabe bestimmter Abschussquoten zur Reduzierung der Kormoran-Bestände.
- Geräusche über den Wasserflächen, selbst laute Böllerschüsse, erwiesen sich nach einer kurzen Gewöhnungszeit als wirkungslos, belästigen aber die Umwelt.
- Visuell wirkende Attrappen wurden sehr schnell als solche erkannt – und ignoriert.
- Aufwändige Schutzmaßnahmen durch Netz- und Drahtverspannungen kommen nur für Zuchtanlagen mit hoher Besatzdichte in Frage, behindern dort jedoch die Arbeit an den Becken.
- Die Reduzierung der Kormoran-Bestände durch Abschuss oder Manipulation der Gelege ist kostenaufwändig und bei der geltenden Gesetzeslage in Europa sehr problematisch, weil ökologisch und ethisch nicht zu vertreten.
Im Ergebnis konnten die durch den Kormoran verursachten Schäden trotz all dieser Aufwendungen nicht entscheidend reduziert werden.
In seiner Not wandte sich ein französischer Fischzüchter an Herrn Alain RIBY, Erfinder und Automatenhersteller und Geschäftsführer der Firma SODICRE (Société d'Innovation et de Création), mit der Bitte, eine wirkungsvolle Vergrämungsanlage zu entwickeln. Das Ergebnis ist genau so einfach wie genial und beruht auf einer revolutionären Funktionsweise.
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